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KTL Beschichtung

KTL Beschichtung auf einer Lack und rostfreien Karosserie

Kontroll-Lackierung

Karosserie abgedichtet

Karosserie gespachelt

Spezial-Grundierung

KTL- Beschichtung ist die perfekte Kombination aus Korros- ionsschutz, Qualität, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreund- lichkeit. KTL steht für "kathodische Tauchlakierung" und garantiert Ihren Produkten einen wirksamen und lang-anhaltenden Korrosionsschutz, der kratzfest und beständig gegen Steinschlag und Salzwasser ist.

Langlebige Produkte mit hohem Werterhalt sind das Ergebnis dieser perfekten Oberfläschenversieglung, die den hohen Standards der PKW- Hersteller entspricht. Ferner bieten KTL- beschichtete Oberflächen beste Bedingungen für eine Pulver- beschichtung oder eine herkömmliche Lackierung. Dies macht Sie unabhänig in der Auswahl von Farbe und Ober- flächenstruktur.

Die kathodische Tauchlackierung (KTL) nutzt elektroche- mische Vorgänge, um Farbe abzuscheiden. Das beim Elek- trotauchlakieren zugrunde ligende physikalische Prinzip be- steht darin, dass sich Materialien mit gegensätzlicher Ladung an-ziehen und dadurch eine sehr gute Haftung erzielen.

Vor dem Beschichtungsprozess wird eine Gleichspannung an das Werkstück angelegt, das anschließend in ein Lackbad mit gegensätzlich gelandenen Lackpartikeln getaucht wird.

Die Lackpartikel werden von dem Werkstück angezogen, auf ihm abgeschieden und bilden gleichmäßigen Lackfilm über die gesamte Oberfläche. Aufgrund der elektronischen An- ziehung haftet der Lack ausserordentlich stark am Metall und kann während des Tauchvorgangs in Ecken, Kanten und Ver- winkelungen vordringen. Beschichtet wird so lange bis die Beschichtung die vorgegebene Schichtdicke erreicht hat.

Bei entsprechender Schichtstärke wirkt der Lackfilm iso- lierend auf das Werkstück unterbindet dadurch die elektri- sche Anziehung und beendet den Beschichtungsvorgang.

Um eine maximale Beständigkeit der Beschichtung zu er- zielen, vernetzt der Lackfilm anschließend im Einbrennofen und härtet bei etwa 180 Grad Celsius aus.

Die kathodische Tauchlackierung (KTL) ist ein elektrochemisches Verfahren, bei dem das Werkstück in einem Tauchbad beschichtet wird. Es ist gut für das Lackieren komplizierter Strukturen und großer Stückzahlen geeignet. (auch " Kathaphorese " bezeichnet)

Kathodisches Tauchlackieren [Bearbeiten]Beim kathodischen Tauchlackieren erfolgt die Lackabscheidung infolge von chemischen Umsetzungen (Koagulationen) des Bindemittels. Umgesetzt wird dies durch einen elektrischen Stromfluss von einer äußeren Elektrode (Anode) über den leitfähigen Lack zum Lackiergut (Kathode).

Die kathodische Tauchlackierung ist gut zur automatisierten Beschichtung geeignet. Sie ist eine sehr umweltfreundliche Methode, da als Lösemittel heute überwiegend Wasser eingesetzt wird. Die Lackausbeute beträgt bis zu 98.5 %, somit werden lediglich 1,5 % des eingesetzten Lacks ausgetragen. Das Ergebnis der KTL ist eine sehr gleichmäßige Beschichtung von Metalloberflächen und Hohlräumen mit gleichmäßigen Schichtdicken und guten Oberflächenqualitäten. Das Vermögen des Tauchlacks auch Hohlräume gut zu beschichten, wird als Umgriffsvermögen bezeichnet.

Technik [Bearbeiten]Die wesentlichen Bestandteile des KTL-Beckens sind ein Gleichrichter zur Versorgung der Anlage mit Gleichspannung, mehrere Dialysezellen, ein Umwälzsystem für eine gleichmäßige Durchmischung des Lackes (Vermeidung von Pigmentsedimentation), eine Temperaturregelung, Filteranlagen zur Entfernung von eingetragenem Schmutz und Ultrafiltrationsanlagen zum Versorgen des Systems mit Spülmedium zum Abspülen des anhaftenden Lacks.

Im KTL-Bad werden als Anoden meist Dialysezellen eingesetzt. Sie sind auf beiden Seiten des Beckens angebracht und bilden als Anode das korrespondierende Gegenstück zur kathodischen Karosserie. Die Anoden sind durch spezielle Anionenaustauschermembranen abgedeckt. Durch ein externes System wird Anolyt durch die Zellen gepumpt. Während des Lackiervorgangs bilden sich im Lack störende Anionen, die aus dem Lack durch die Membran in das Anolyt abtransportiert und dann entsorgt werden. Durch das Anolyt wird also frei gewordenes Neutralisationsmittel abgeführt. Dadurch bleibt der pH-Wert im KTL-Becken innerhalb der Prozessparameter.

Chemikalien [Bearbeiten]Das Becken der KTL enthält Bindemittel, Pigmentpaste, wassermischbare, organische Lösemittel und Wasser. Wesentlicher Bestandteil von Bindemittel und Pigmentpaste ist häufig Epoxidharz. Bindemittel und Pigmentpaste machen den Hauptanteil des etwa 20%igen Feststoffgehalts des Lacks aus. Der Elektrotauchlack besteht weiter zu etwa 80 % aus Wasser. Hinzu kommen ein geringer Teil organische Lösemittel (1 – 2 %), Säuren (0,4 %) und Additive.

Das Epoxidharz wird durch Zugabe eines Neutralisationsmittels, in eine wasserdispergierbare Form gebracht. Dafür wird eine organische Säure verwendet. Oft wird nur ein Teil der funktionellen Gruppen mit Neutralisationsmittel umgesetzt. Das molare Verhältnis von Säure zu funktioneller Gruppe wird als Neutralisationsgrad bezeichnet. Ein Neutralisationsgrad von etwa 30% reicht aus, um die gewünschte Wasserdispergierbarkeit zu erreichen. Auch zum Einstellen des leicht sauren pH-Wertes im KTL-Becken wird eine organische Säure verwendet. Während des Prozesses bildet sich an der Oberfläche der Karosserien eine etwa 15-20 µm dicke Grundierungsschicht, welche dem Korrosionsschutz und dem Schutz vor Steinschlägen dient.

Aushärten [Bearbeiten]Beim Aushärtungsprozess nach der KTL bilden sich im epoxidharzhaltigen Lack lineare Kettenmoleküle, die auch untereinander dreidimensional vernetzt sind und dabei eine stabile Struktur bilden. Die Vernetzung erfolgt beim Mischen von Vorprodukten mit Verzweigungsstellen und wird entweder bei Raumtemperatur mit Hilfe von Katalysatoren chemisch oder bei hohen Temperaturen thermisch (Härterofen) aktiviert.